2026 Jubiläumsveranstaltung:

10 Jahre Schweizer Demokratie Stiftung – und die Zukunft der Demokratieförderung


Seit nunmehr zehn Tätigkeitsjahren setzt sich die Schweizer Demokratie Stiftung offiziell in der Schweiz und global für die Stärkung (direkt)demokratischer Strukturen, von Volksrechten und die Zivilgesellschaft ein und trägt damit zum schweizerischen Verfassungsauftrag (nach Art. 54 Abs. 2) bei. Dies feierten wir im Februar 2026 mit einem Anlass im historischen Rathaus Luzern. Mit Beiträgen von Fachpersonen aus dem akademischen, politischen und diplomatischen Bereich diskutierten wir über die Zukunft der internationalen Demokratieförderung.

In ihrer Willkommensrede nannte Mirjam Fries, Präsidentin des Grossen Stadtrates Luzern, Herausforderungen der luzernischen Lokalpolitik: Polarisierung, zunehmende Geschwindigkeit der Prozessabläufe, Echtzeit-Kommunikation über die sozialen Medien und zunehmen komplexere politische Thematiken. Sie hob aber gleichzeitig mit einer etablierten Debattenkultur und dem Fokus auf Gespräche, Allianzen und Kompromissen, Stärken der schweizerischen, politischen Kultur hervor. Ihre treffende Hauptaussage: "Demokratie ist dynamisch. Sie lebt davon, dass sich Mehrheiten verändern können und dass Wahlen tatsächlich etwas bewirken. [...] Demokratie ist eine Daueraufgabe".

Von links: Zoltan Tibor Pallinger, Dagmar Schmidt Tartagli, Nadja Binder Braun, Andreas Glaser, Bruno Kaufmann, Adrian Schmid. 

Botschafterin Dagmar Schmidt Tartagli, Chefin Menschenrechte, Demokratie und humanitäre Diplomatie beim Eidgenössischen Departement des Äusseren (EDA) reflektierte in ihrem Beitrag zur Rolle der offiziellen Schweiz in der internationalen Demokratieförderung die Entwicklung der Demokratie-Wahrnehmung von einem "natürlichen Endpunkt politischer Entwicklung" in den 90er-Jahren zur aktuellen Demokratiekrise und dem Druck autokratischer Systeme. Sie führte in die Leitlinien Demokratie 2025–2028 des Bundes ein und hob dessen Fokus auf Resilienz und die Stärkung aktueller Demokratiestrukturen, auf die intakten diplomatischen Instrumente und die Wichtigkeit gleichgesinnter Demokratie-Allianzen auf Augenhöhe hervor. Sie verwies zudem auf die Zentralität einer aktiven und gestärkten Zivilgesellschaft für die vernetzte Demokratieförderung auf allen Ebenen hin und appellierte zum Schluss an alle: "Demokratie muss gelebt und praktiziert werden. Sie ist eine gemeinsame Verantwortung, die uns alle betrifft und wir müssen uns alle dafür einsetzen".

In einer Gesprächsrunde diskutierten wir anschliessend mit Nadja BInder Braun, Professorin für Öffentliches Recht an der juristischen Fakultät der Universität Basel, Zoltan Tibor Pallinger, Professor für Politikwissenschaften und Rektor an der Andrassy Universität Budapest, und Andreas Glaser, Professor für Staats-, Verwaltungs- und Europarecht an der Universität Zürich und Direktor des Zentrums für Demokratie in Aarau, sowie mit einem engagierten Publikum folgende vier Fragen:

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